Grundsätze der Montessoripädagogik:
PL

Kind als selbstbestimmtes Wesen

o Motto: Hilf mir, es selbst zu tun
o Kinder sind wie Blumen; sie wachsen am besten, wenn wir gut für sie sorgen. Sie sind keine Gefäße, die wir mit Wissen füllen müssen
o Kinder lernen Inhalte in sensiblen Phasen einfacher (z. B. Buchstaben mit 4 Jahren)
o Individuelles Lernen steht im Schulalltag im Vordergrund
o Kinder erarbeiten sich viele Themen selbst mit den Montessorimaterialien
o Kinder übernehmen für sich und ihre Umgebung Verantwortung (z. B. Dienste)

Vorbereitete Umgebung


o Die Umgebung wird nach den Bedürfnissen des Kindes vorbereitet
o Sie ist ordentlich und übersichtlich und unterstützt dadurch die innere Ordnung der Kinder.
o Die Gestaltung der Umgebung ist ästhetisch und freundlich
Montessorimaterial
o Kinder lernen durch "Begreifen" im wahrsten Sinne des Wortes.
o Materialien gibt es in folgenden Bereichen: tägliches Leben
, Sensorik, Mathematik, Sprache, Kosmos für das Alter von 1 – 12 Jahren.
o Jedes Material ist einfach und geordnet, es ermöglicht dadurch das Lernen in einzelnen Schritten.
o Die Materialien laden durch ihr ansprechendes Aussehen und ihre Klarheit zur Arbeit ein.
o Fehlerkontrolle: Die Kinder können sich selbst kontrollieren. Fehler sind eine Chance, um zu lernen.
o Jedes Material ist nur einmal vorhanden. Kinder lernen dadurch zu warten.


konzentrierte Arbeit der Kinder


o Kinder lernen aus Neugier und Freude, wenn sie nach ihren Bedürfnissen arbeiten können.
o In der Arbeit mit dem Montessorimaterial kommen die Kinder zur Konzentration.
o Die Lehrer beobachten die Kinder genau und unterstützen sie dort, wo sie es brauchen.
o Zur Unterstützung der Selbstdisziplin müssen mit den Kindern klare Grenzen und Regeln festgelegt werden.
o Die Kinder lernen mit Schwierigkeiten umzugehen und nicht ihnen auszuweichen.
o Eine Vorbereitung für die konzentrierte Arbeit sind Stilleübungen, in denen die Kinder zu sich selbst kommen.


Rolle des Lehrers


o Maria Montessori spricht vom "Diener" der Kinder
o Als gutes Vorbild geht er den Kindern voran und ist ihnen eine sichere und konsequente Bezugsperson.
o Als natürliche Autorität geht er respektvoll mit den Kindern um.
o Er ist Beobachter, um zu erfassen, was und wie die Kinder arbeiten und die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen.
o Seine Aufgabe ist es aufgrund der Beobachtungen die Umgebung vorzubereiten und die Kinder zum Material zu führen.
o Er schafft äußere Strukturen als Grundvoraussetzung für eine geregelte innere Struktur der Kinder.
o Er bespricht mit den Kinder im Morgenkreis Probleme, Fragen und Regeln


Friedenserziehung


o Maria Montessori hat zwei Kriege erlebt, aus diesen Erfahrungen war die Friedenserziehung für sie ein wichtiger Inhalt ihrer Pädagogik
o Nach ihrer Überzeugung muss der unfaire Machtkampf zwischen Kindern und Erwachsenen aufhören, da dieser immer zu Ungunsten des Kindes ausgeht.
o Daher beginnt bei ihr die Friedenserziehung bei der Anerkennung der Kinder als Persönlichkeiten.
o In Frieden leben bedeutet auch, Achtung vor allen Lebewesen und der Natur zu haben, da sie die Grundlage für die menschliche Existenz ist.